Dr. Ewoma: Alkohol in der Hautpflege – ist er schlecht für die Haut?

Augustinus Bader Mitwirkende und preisgekrönte Medizin- und Kosmetikärztin Dr. Ewoma übernimmt jede Woche das Bader Journal, um einige Ihrer häufigsten Fragen zu Anwendung, Inhaltsstoffen und Hautproblemen zu beantworten. Diese Woche erklärt Dr. Ewoma den Unterschied zwischen guten und schlechten Alkoholen und warum sie in der Hautpflege verwendet werden.

Alkohol in der Hautpflege

Es gibt viele Missverständnisse rund um Alkohol in der Hautpflege. Deshalb ist es am sinnvollsten, zunächst zu klären, warum Alkohol verwendet wird und welche Arten man meiden sollte. So können Sie besser verstehen, welche Produkte Sie eventuell meiden oder vermeiden möchten.

Warum werden Produkte mit Alkohol formuliert?

Einer der Hauptgründe, warum Hautpflegemarken Alkohol in ihren Formeln verwenden, ist die Erzeugung des begehrten leichten, gewichtslosen Gefühls. In diesem Sinne kann er für Formulierungszwecke nützlich sein, um sicherzustellen, dass alle anderen Inhaltsstoffe gut zusammenwirken. Alkohol wird auch verwendet, um das Eindringen von Wirkstoffen wie Retinol in die Haut zu unterstützen – leider hat dies auch eine schädigende Wirkung auf die Hautbarriere. Die meisten Alkohole, die in Reinigungsmitteln, Gel-Feuchtigkeitspflegen und Toners verwendet werden, entziehen der Haut sofort Feuchtigkeit, entfernen natürliche Öle und schädigen die Haut.

Aufgrund des kühlenden, erfrischenden Gefühls, das alkoholbasierte Produkte erzeugen, herrscht die weit verbreitete falsche Vorstellung, dass sie gut für fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut geeignet sind – das stimmt nicht. Tatsächlich erhöht die langfristige Anwendung solcher Produkte letztendlich die Fettigkeit und Porengröße, da sie die Talgproduktion an der Porenbasis anregen kann. Studien haben gezeigt, dass die Verwendung alkoholbasierter Anti-Akne-Produkte zu weiterer Reizung, Entzündung und Trockenheit führt und die Zahl akneverursachender Bakterien erhöht.



Alkoholarten: gut und schlecht

SD Alkohol 40, denaturierter Alkohol, Ethanol und Isopropylalkohol werden als 'schlechte Alkohole' bezeichnet, aber manchmal haben sie durchaus ihren Platz. Zum Beispiel bei Punktbehandlungen, bei denen das Hauptziel ist, den Bereich 'auszutrocknen'. Es hängt oft von der Menge ab, wobei austrocknende Alkohole in Maßen und entsprechend der Verträglichkeit der Haut verwendet werden.

Es gibt natürlich auch gute Arten von Alkohol - während die schlechten Arten als 'einfache Alkohole' bezeichnet werden, sind diese als 'Fettalkohole' bekannt. Fettalkohole ziehen Feuchtigkeit an und werden typischerweise als Weichmacher in Produkten verwendet und können für trockenere Hauttypen vorteilhaft sein. Beispiele für diese Art von Alkohol sind Cetylalkohol und Stearylalkohol, die manchmal als hydratisierende Alkohole bekannt sind und die Haut geschmeidig machen.



Der allgemeine Konsens ist, dass Alkohol letztlich nicht gut für Ihre Haut ist, mit Ausnahme der oben genannten Fettalkohole. Als vorbeugende Maßnahme sollten Sie zu nährenden, sanften und nicht entfettenden Alternativen greifen, um Ihre wichtige Hautbarriere zu schützen. Wenn Sie jedoch bereits alkoholbasierte Hautpflegeprodukte verwendet haben, ist die gute Nachricht, dass die Einführung einiger tief reparierender, feuchtigkeitsspendender Produkte in Ihre Routine sehr hilfreich sein wird. Produkte wie The Rich Cream wären hier besonders vorteilhaft; sie unterstützt die Hautbarrierefunktion und ist angereichert mit regenerierenden Wirkstoffen wie Vitamin E und Antioxidantien wie Arganöl, die den hydrolipidischen Film der Haut wiederaufbauen und den transepidermalen Wasserverlust verhindern.

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